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~ Art as self defense

Author Archives: S/O

Thomas Bernhard on Heidegger

09 Monday Nov 2015

Posted by S/O in Thomas Bernhard

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Heidegger, Thomas Bernhard

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I always visualize him sitting on his wooden bench outside his Black Forest house, alongside his wife who, with her perverse knitting enthusiasm, ceaselessly knits winter socks for him from the wool she has shorn from their own Heidegger sheep.

I cannot visualize Heidegger other than sitting on the bench outside his Black Forest house, alongside his wife, who all her life totally dominated him and who knitted all his socks and crocheted all his caps and baked all his bread and wove all his bedlinen and who even cobbled up his sandals for him. Heidegger was a kitschy brain….. a feeble thinker from the Alpine foothills, as I believe, and just about right for the German philosophical hot-pot. For decades they ravenously spooned up that man Heidegger, more than anybody else, and overloaded their stomachs with his stuff. Heidegger had a common face, not a spiritual one, Reger said, he was through and through an unspiritual person, devoid of all fantasy, devoid of all sensibility, a genuine German philosophical ruminant, a ceaselessly gravid German philosophical cow, Reger said, which grazed upon German philosophy and thereupon for decades let its smart little cow-pats drop on it….

Heidegger is the petit-bourgeois of German philosophy, the man who has placed on German philosophy his kitschy nightcaps, that kitschy black night-cap which Heidegger always wore, on all occasions. Heidegger is the carpet-slipper and night-cap philosopher of the Germans, nothing else..

To listen to Bernhard on Heidegger clik here.

In German :

“Tatsächlich erinnert mich Stifter immer wieder an Heidegger, an diesen lächerlichen nationalsozialistischen Pumphosenspießer. Hat Stifter die hohe Literatur auf die unverschämteste Weise total verkitscht, so hat Heidegger, der Schwarzwaldphilosoph Heidegger, die Philosophie verkitscht, Heidegger und Stifter haben jeder für sich, auf seine Weise, die Philosophie und die Literatur heillos verkitscht. Heidegger, dem die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen nachgelaufen sind und den sie mit widerwärtigen und stupiden Doktorarbeiten überhäuft haben schon zu Lebzeiten, sehe ich immer auf seiner Schwarzwaldhausbank sitzen neben seiner Frau, die ihm in ihrem perversen Strickenthusiasmus ununterbrochen Winterstrümpfe strickt mit der von ihr selbst von den eigenen Heideggerschafen heruntergeschorenen Wolle. Heidegger kann ich nicht anders sehen, als auf der Hausbank seines Schwarzwaldhauses, neben sich seine Frau, die ihn zeitlebens total beherrscht und die ihm alle Strümpfe gestrickt und alle Hauben gehäkelt hat und die ihm das Brot gebacken und das Bettzeug gewebt und die ihm selbst seine Sandalen geschustert hat. Heidegger war ein Kitschkopf, sagte Reger, genauso wie Stifter, aber doch noch viel lächerlicher als Stifter, der ja tatsächlich eine tragische Erscheinung gewesen ist zum Unterschied von Heidegger, der immer nur komisch gewesen ist, ebenso kleinbürgerlich wie Stifter, ebenso verheerend größenwahnsinnig, ein Voralpenschwachdenker, wie ich glaube, gerade recht für den deutschen Philosophieeintopf. Den Heidegger haben sie alle mit Heißhunger ausgelöffelt jahrzehntelang, wie keinen anderen und sich den deutschen Germanisten- und Philosophenmagen damit vollgeschlagen. Heidegger hatte ein gewöhnliches, kein Geistesgesicht, sagte Reger, war durch und durch ein ungeistiger Mensch, bar jeder Phantasie, bar jeder Sensibilität, ein urdeutscher Philosophiewiederkäuer, eine unablässig trächtige Philosophiekuh, sagte Reger, die auf der deutschen Philosophie geweidet und darauf Jahrzehntelang ihre koketten Fladen fallen gelassen hat im Schwarzwald. Heidegger war sozusagen ein philosophischer Heiratsschwindler, sagte Reger, dem es gelungen ist, eine ganze Generation von deutschen Geisteswissenschaftlern auf den Kopf zu stellen. Heidegger ist eine abstoßende Episode der deutschen Philosophiegeschichte, sagte Reger gestern, an der alle Wissenschaftsdeutschen beteiligt waren und noch beteiligt sind. Heute ist Heidegger noch immer nicht ganz durchschaut, die Heideggerkuh ist zwar abgemagert, die Heideggermilch wird aber noch immer gemolken. Heidegger in seiner verfilzten Pumphose vor dem verlogenen Blockhaus in Todtnauberg ist mir ja nurmehr noch als Entlarvungsfoto übrig geblieben, der Denkspießer mit der schwarzen Schwarzwaldhaube auf dem Kopf, in welchem ja doch nur immer wieder der deutsche Schwachsinn aufgekocht worden ist, so Reger. Wenn wir alt sind, haben wir ja schon sehr viele mörderische Moden mitgemacht, alle diese mörderischen Kunstmoden und Philosophiemoden und Gebrauchsartikelmoden. Heidegger ist ein gutes Beispiel dafür, wie von einer Philosophiemode, die einmal ganz Deutschland erfaßt gehabt hat, nichts übrigbleibt, als eine Anzahl lächerlicher Fotos und eine Anzahl noch viel lächerlicherer Schriften. Heidegger war ein philosophischer Marktschreier, der nur Gestohlenes auf den Markt getragen hat, alles von Heidegger ist aus zweiter Hand, er war und ist der Prototyp des Nachdenkers, dem zum Selbstdenken alles, aber auch wirklich alles gefehlt hat. Heideggers Methode bestand darin, fremde große Gedanken mit der größten Skrupellosigkeit zu eigenen kleinen Gedanken zu machen, so ist es doch. Heidegger hat alles Große so verkleinert, daß es deutscbmäglich geworden ist, verstehen Sie, deutschmöglich, sagte Reger. Heidegger ist der Kleinbürger der deutschen Philosophie, der der deutschen Philosophie seine kitschige Schlafhaube aufgesetzt hat, die kitschige schwarze Schlafhaube, die Heidegger ja immer getragen hat, bei jeder Gelegenheit. Heidegger ist der Pantoffel- und Schlafhaubenphilosoph der Deutschen, nichts weiter. Ich weiß nicht, sagte Reger gestern, immer wenn ich an Stifter denke, denke ich auch an Heidegger und umgekehrt. Es ist doch kein Zufall, sagte Reger, daß Heidegger ebenso wie Stifter vor allem immer bei den verkrampften Weibern beliebt gewesen ist und noch heute beliebt ist, wie die betulichen Nonnen und die betulichen Krankenschwestern den Stifter sozusagen als Lieblingsspeise essen, essen sie auch den Heidegger. Heidegger ist noch heute der Lieblingsphilosoph der deutschen Frauenwelt. Der Frauenpbilosoph ist Heidegger, der für den deutschen Philosophieappetit besonders gut geeignete Mittagstischphilosoph direkt aus der Gelehrtenpfanne.

Wenn Sie in eine kleinbürgerliche oder aber auch in eine aristokratisch-kleinbürgerliche Gesellschaft kommen, wird Ihnen sehr oft schon vor der Vorspeise Heidegger serviert, Sie haben Ihren Mantel noch nicht ausgezogen, wird Ihnen schon ein Stück Heidegger angeboten, Sie haben sich noch nicht hingesetzt, hat die Hausfrau Ihnen schon sozusagen mit dem Sherry Heidegger auf dem Silbertablett hereingebracht. Heidegger ist eine immer gut zubereitete deutsche Philosophie, die überall und jederzeit serviert werden kann, sagte Reger, in jedem Haushalt. Ich kenne keinen degradierteren Philosophen heute, sagte Reger. Für die Philosophie ist Heidegger ja auch erledigt, wo er noch vor zehn Jahren der große Denker gewesen ist, spukt er jetzt nurmehr noch sozusagen in den pseudointellektuellen Haushalten und auf den pseudointellektuellen Gesellschaften herum und gibt ihnen zu ihrer ganzen natürlichen Verlogenheit, noch eine künstliche. Wie Stifter, ist auch Heidegger ein geschmackloser, aber ohne Schwierigkeiten verdaulicher Lesepudding für die deutsche Durchschnittsseele. Mit Geist hat Heidegger ebenso wenig zu tun, wie Stifter mit Dichtung, glauben Sie mir, diese beiden sind, was Philosophie und was Dichtung betrifft, soviel wie nichts wert, wobei ich aber doch Stifter höher ein,schätze als Heidegger, der mich ja immer abgestoßen hat, denn alles an Heidegger ist mir immer widerwärtig gewesen, nicht nur die Schlafhaube auf dem Kopf und die selbstgewebte Winterunterhose über seinem von ihm selbst eingeheizten Ofen in Todtnauberg, nicht nur sein selbstgeschnitzter Schwarzwaldstock, eben seine selbstgeschnitzte Schwarzwaldphilosophie, alles an diesem tragikomischen Mann war mir immer widerwärtig gewesen, stieß mich immer zutiefst ab, wenn ich nur daran dachte; ich brauchte nur eine Zeile von Heidegger zu kennen, um abgestoßen zu sein und erst beim Heideggerlesen, sagte Reger; Heidegger habe ich immer als Scharlatan empfunden, der alles um sich herum nur ausgenützt und sich in diesem seinem Ausnützen auf seiner Todtnaubergbank gesonnt hat. Wenn ich denke, daß selbst übergescheite Leute auf Heidegger hereingefallen sind und daß selbst eine meiner besten Freundinnen eine Dissertation über Heidegger gemacht hat, und diese Dissertation auch noch im Ernst gemacht hat, wird mir heute noch übel, sagte Reger. Dieses nichts ist ohne Grund, ist das Lächerlichste, so Reger. Aber den Deutschen imponiert das Gehabe, sagte Reger, ein Gehabeinteresse haben die Deutschen, das ist eine ihrer hervorstechendsten Eigenschaften. Und was die Österreicher betrifft, so sind sie in allen diesen Punkten noch viel schlimmer. Ich habe eine Reihe von Fotografien gesehen, die eine zuhöchst talentierte Fotografin von Heidegger, der immer ausgesehen hat wie ein pensionierter feister Stabsoffizier, gemacht hat, sagte Reger, und die ich Ihnen einmal zeigen werde; auf diesen Fotografien steigt Heidegger aus seinem Bett, steigt Heidegger in sein Bett wieder hinein, schläft Heidegger, wacht er auf, zieht er seine Unterhose an, schlüpft er in seine Strümpfe, macht er einen Schluck Most, tritt er aus seinem Blockhaus hinaus und schaut auf den Horizont, schnitzt er seinen Stock, setzt er seine Haube auf, nimmt er seine Haube vom Kopf, hält er seine Haube in den Händen, spreizt er die Beine, hebt er den Kopf, senkt er den Kopf, legt er seine rechte Hand in die linke seiner Frau, legt seine Frau ihre linke Hand in seine rechte, geht er vor dem Haus, geht er hinter dem Haus, geht er auf sein Haus zu, geht er von seinem Haus weg, liest er, ißt er, löffelt er Suppe, schneidet er sich ein Stück (selbstgebackenes) Brot ab, schlägt er ein (selbstgeschriebenes) Buch auf, macht er ein (selbstgeschriebenes) Buch zu, bückt er sich, streckt er sich und so weiter, sagte Reger. Es ist zum Kotzen. Sind die Wagnerianer schon nicht zum Aushalten, erst die Heideggerianer, sagte Reger. Aber natürlich ist Heidegger nicht mit Wagner zu vergleichen, der ja tatsächlich ein Genie gewesen ist, auf den der Begriff Genie tatsächlich zutrifft wie auf keinen andern, während Heidegger doch nur ein kleiner philosophischer Hintermann gewesen ist. Heidegger war, das ist klar, der verhätscheltste deutsche Philosoph in diesem Jahrhundert, gleichzeitig ihr unbedeutendster. Zu Heidegger pilgerten vor allem jene, die die Philosophie mit der Kochkunst verwechseln, die die Philosophie für ein Gebratenes und Gebackenes und Gekochtes halten, was ganz und gar dem deutschen Geschmack entspricht. Heidegger hielt in Todtnauberg Hof und ließ sich auf seinem philosophischen Schwarzwaldpodest jederzeit wie eine heilige Kuh bestaunen. Selbst ein berühmter und gefürchteter norddeutscher Zeitschriftenherausgeber kniete andachtsvoll vor ihm mit offenem Mund, als erwartete er in der untergehenden Sonne von dem auf seiner Hausbank sitzenden Heidegger sozusagen die Geisteshostie. Alle diese Leute pilgerten nach Todtnauberg zu Heidegger und machten sich lächerlich, sagte Reger. Sie pilgerten sozusagen in den philosophischen Schwarzwald und auf den heiligen Heideggerberg und knieten sich vor ihr Idol. Daß ihr Idol eine totale Geistesniete war, konnten sie in ihrem Stumpfsinn nicht wissen. Sie ahnten es nicht einmal, sagte Reger. Die Heideggerepisode ist aber doch als Beispiel für den Philosophenkult der Deutschen aufschlußreich. Sie klammern sich immer nur an die falschen, sagte Reger, an die ihnen entsprechenden, an die stupiden und dublosen.”

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Thomas Bernhard – Avec moi et avec mon pays

09 Monday Nov 2015

Posted by S/O in Thomas Bernhard

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Je te salue Virgile, Thomas Bernhard

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Lost Architecture with George Oppen

27 Tuesday Oct 2015

Posted by S/O in Architecture

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architecture, George Oppen, lost architecture, Louise Gluck, Michael Braziller

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River of our substance

Flowing

With the rest. River of the substqnce

of the earth’s curve, river of the substance

Of the sunrise, river of silt, of erosion, flowing

To no imaginable sea. But the mind rises

Into Happiness, rising

Into what is there. I know of no other

Nor have I ever witnessed it… Islands

To the north

In polar mist

In the rather shallow sea

Nothing more

But the sense

Of where we are

Who are most northerly. The marvel of wave

Even here is its noise seething

In the world; I thought that even if there were nothing

The possibility of being would exist;

I thought I had encountered

Permanence; thought leaped on us in that sea

For in that sea we breathe the open

Miracle

Of place, and speak

If we would rescue

Love to the ice-lit

Upper World a substnatial language

Of clarity, and respect.
George Oppen

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Lost Architecture

27 Tuesday Oct 2015

Posted by S/O in Architecture, George Oppen

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architecture, George Oppen, iron dock, lost architecture, Thunder bay

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UN RÉCIT, 11

Fleuve de notre substance
S’écoulant
Avec le reste. Fleuve de la substance
De la courbe terrestre, fleuve de la substance
Du lever du soleil, fleuve de limon, d’érosion, s’écoulant
Vers une inimaginable mer. Mais l’esprit se lèveDans le bonheur, se lève

Au milieu de ce qui est. Je ne connais pas d’autre bonheur
Ni n’en ai été témoin… Les îles
Vers le nord

Dans le brouillard polaire
Et la mer peu profonde –
Rien d’autre

Sinon la sensation
De l’endroit où nous sommes

Nous qui sommes le plus au nord. La merveille de la vague
Même ici c’est l’écho de son bouillonnement
Dans le monde ; je songeais que même s’il n’y avait rien

La possibilité d’être existerait ;
Je songeais que j’avais rencontré

La permanence ; la pensée nous assaillait dans cette mer
Car nous y respirons l’évident
Miracle

Du lieu, et parlons
Si nous devons sauver
L’amour au Monde d’En Haut

Éclairé par la glace un langage substantiel
De clarté, et de respect.

George Oppen

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Le naufrage du langage

26 Monday Oct 2015

Posted by S/O in Uncategorized

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Le réseau est un ragout d’orgueil et de vanités, de mains, d’oreilles, de voix dont je ne peux dire si ils me rapprochent ou m’éloignent de ce que je suis. J’ai beau chercher l’œil par-dessus l’épaule je ne le trouve pas, car dire est souvent un concert d’ombres ou leurs figures tues seules sont vraies, seul le silence peut contenir une connaissance profonde des choses comme l’essence d’une personne se trouve dans sa dimension non révélée.
De ce vacarme ou je ne discerne plus rien, les voix qui mériteraient vraiment d’être entendues sont devenues une pièce de plus dans l’engrenage de la masse anonyme, écrasé par le force du réseau.
Pendant longtemps j’ai voué une grande fascination pour la lettre aleph, tant qu’il est silencieux, comme la vraie connaissance n’est pas sonore, elle est intangible, ineffable.
Si le Midrash a bien une fonction c’est celle de compenser les silences dans le récit de la Torah, il comble par exemple les 75 ans de la vie d’Avraham, le discours entre Cain et Abel, les silences dans la Paracha Noah…. Etc, il nous submerge sous des océans de papiers. Le texte devient ainsi une sorte de labyrinthe, un plais secret aux portes fermées qu’il faut explorer. Aujourd’hui je le trouve inutile, le silence aurait largement suffit.

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La nudité de Laprostituta pudica

26 Monday Oct 2015

Posted by S/O in Uncategorized

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La nudité de Laprostituta pudica :
L’homme a souvent honte de dévoiler sa nudité intérieure et lui préfère un masque poreux, défectueux et un visage saboté par la pudeur. Il se sert alors du langage pour se couvrir comme la peau épargne la vue de nos tripes et l’essence intérieure qui fait une figure de son ombre ne peut plus être vue.
Ainsi écrit Carl Gustave Jung sur la symbolique du serpent dans le fameux livre rouge:

«Je me suis uni avec lui (le serpent) et je ne l’ai pas outrepassé. J’ai pris part à l’humiliation et à la subjugation, j’ai pris la nature du serpent. Si je n’étais pas devenu comme lui, le mal m’aurait soumis comme il a astucieusement déçu Faust … J’ai alors construit une solide structure (peau) et j’ai gagné en stabilité. Le immoral en moi est sauvé ’’.

Il est très intéressant de noter qu’en hébreu les mots être nu et être rusé ont la même racine :
Dans Genèse 3.1 (le serpent était le plus rusé des animaux) עָרוּם » =Arum et un peu plus loin Berechit 2.25 (et ils étaient nus) עֲרוּמִּים =Arumim.

On pourrait ainsi déduire que ce qui relie la nudité à la ruse c’est le langage. Une parole rusée (destructrice) a le pourvoir de perforer l’épaisse paroi qui tapisse l’homme. S’il ne fait pas attention aux charnières qui peuvent dévoiler son intériorité, il se met aux devants d’une grande déception. Le langage a cette double potentialité de couvrir et de dévoiler l’essence.

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14 years to build a replica of the 1909 Blériot XI in Canada

25 Sunday Oct 2015

Posted by S/O in Aviation

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Aviation, Blériot XI, CAHC: Montreal Aviation Museum, CCPA - Le musée d'aviation de Montréal

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The Blériot XI was one of the most famous accomplishments of the pioneer era of aviation, built by Louis Blériot who became on 25 July 1909 the first person to cross the English Channel in an airplane.

The Blériot XI was manufactured in 1914 and was powered by a 50-horsepower Gnôme rotary engine. The airplane was purchased by the Swiss aviator John Domenjoz, a Blériot company flight instructor. Domenjoz earned a reputation as one of the era’s most celebrated stunt pilots, performing in major European cities and in North and South America through 1916, at which time he returned to France. Following wartime service as a civilian flight instructor both in France and the United States, Domenjoz made one final barnstorming tour with his Blériot in 1919.

This was the WORLD’s First Military Aircraft. It was first used operationally in Mexico during the 1910 Mexican Revolution (Lit Dynamite was thrown out of the cockpit) and later as the World’s first Operational Bomber in the Italo-Turkish War of 1911-1912. According to the Hague 1899 & 1907 protocols, attacks from the air were considered WAR CRIMES (civilian or military). The Bleriot was considered a FRONT LINE Aircraft of the Balkan Wars (1912-13) and was used in WWI (1914-1915).

Another important “first” was the 1910 flight over the City of Montreal by Count Jacques de Lesseps in his Blériot XI christened “Le Scarabée”.

10 volunteers’ amateurs in Canada spent 14 years to build a replica of the Blériot from a German set of plans, because the original French set of plans was lost during the WW II. And is now exposed at the CCPA Aviation museum in Montreal.

This replica flew during 14 seconds because the Bleriot is only flown on the calmest of days and then only in a straight line and a few feet above the ground, then lands and is turned by hand for the return trip. Control is too weak to allow in air “aerobatics” and they treat these aircraft with the greatest respect.

In this exposed replica I’ve noticed an extended rudder with a float on the bottom (picture number 5) and one of the volunteer named Michel, explained to me that Louis Blériot did it in case the airplace crashed in the high sea; he would be able to survive by making the airplane float on the water, but no one know what was the material used, probably wine corks.

 

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The silence of personal merit

24 Saturday Oct 2015

Posted by S/O in Uncategorized

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“Les Caractères/Du mérite personnel” de La Bruyèr

This old edition belonged to my father; more than 15 years now since I’ve read it for the first time. This book contains a treasure trove of timeless and increasingly timely pointers on the necessary art of living up to our social destiny and personal Merit.

I’ve learned that the personal merit is silent and doesn’t need to be reconized…and I’ve learned to not give my time to every superficial acquaintance: it is bestowing what is to you of inestimable worth, upon one who is not likely to be the better for it.

And I’ve learned that the personal merit consists less in the display of one’s own wit and intelligence, than in the power to draw forth the resources of others; he who leaves you after a long conversation, pleased with himself and the part he has taken in the discourse, will be your warmest admirer. Men do not care to admire you, they wish you to be pleased with them; they do not seek for instruction or even amusement from your discourse, but they do wish you to be made acquainted with their talents and powers of conversation; and the true man of genius will delicately make all who come in contact with him feel the exquisite satisfaction of knowing that they have appeared to advantage.This requires great genius and few are gifted with the talent.

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Le palais de Cristal et la fin de l’histoire

24 Wednesday Jun 2015

Posted by S/O in Fiodor Dostoïevski, Uncategorized

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cristal palace, Fiodor Dostoïevski

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Parmi les écrivains du XIX siècle, qui, depuis leur poste d’observation à la périphérie Est européenne retardée ont considère les jeux très avancés d’exploitation agressive du monde avec une réserve critique, Fiodor Dostoïevski s’est révélé comme le diagnosticien le plus clairvoyant.

Dans sa nouvelle « mémoires écrits dans un souterrain » parue en 1864 ; qui ne constitue pas seulement le document fondateur de la psychologie moderne du ressentiment mais aussi la première expression de l’opposition à la globalisation, se trouve une formule qui résume avec une force métaphorique sans égale le devenir du monde au début de la fin de l’ère de la globalisation : cette formule selon laquelle la civilisation occidentale est un « palais de cristal ». Lors de sa visite à Londres en 1842, Dostoïevski avait visité le palais de l’exposition universelle à South Kensington et avait aussitôt saisi de manière intuitive la symbolique de ce bâtiment hybride.

Pour Dostoïevski l’arrivé de cet homme nouveau qui une fois accomplie, la solution technique de la question sociale, vivait parmi ses semblables dans un palais collectif de verre et de métal dans lequel règne un éternel printemps de consensus. Le soleil des bonnes intentions brillait jour et nuit, la coexistence pacifique de tous avec tous irait de soi. Une sentimentalité sans limites.

C’est depuis ce point que le motif de la fin de l’histoire entreprend sa marche triomphale. Les visionnaires du XIX siècle comme les communistes du XX siècle avaient compris que la vie sociale après la fin de l’histoire combattante ne pourrait se dérouler que dans un espace élargi et doté d’un climat artificiel.

Si les combats historiques doivent déboucher sur la paix éternelle, il faudrait intégrer toute la vie sociale dans un habitacle protecteur, ainsi tous les évènements historiques ne pourraient plus survenir, tout au plus des accidents domestiques. Il n’y aurait donc plus de politique ni d’électeur ; uniquement des concours d’ambiances entre les partis et des fluctuations parmi les consommateurs.

Cette gigantesque serre est dédiée à un culte joyeux et frénétique de Baal, pour lequel le XX siècle a proposé le nom de consumérisme. Le Baal capitaliste que Dostoïevski crut reconnaitre à la vue choquante de ce palais à Londres et des masses londoniennes venues s’amuser.

Ainsi la cristallisation désigne le projet de généraliser l’ennui sous une forme normative d’interdire que l’histoire ne fasse de nouveau irruption dans le monde. Encourager et protéger l’immobilité bénigne est désormais l’objectif de tout pouvoir d’état.

Quand on observe le monde tel que l’ont modelé les processus transmis par le capital, on est forcé de constater que le cours actuel des choses a confirmé les anticipations de Dostoïevski sur les ambiances de l’existence dans les palais de verre.

Le palais capitaliste du monde, les marxistes ultra tardifs que sont Negri et Hardt l’ont tout récemment de nouveau arpenté sous le nom d’empire.

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Time and stones

28 Saturday Mar 2015

Posted by S/O in Uncategorized

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Carnet de croquis, le temps
Artist : Lookace Bamber

If I trust Bergson’s idea of the “durée créatrice” I must dissociate material from memory… but I feel that the question is not whether material things last rather then how we can coincide with the inner consciousness of this external time. I cannot forget when Carl Jung tried to make a kind of monument out of stone in 1950 as a manifestation of the occupant.

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